
Jetzt geht es etwas entlang der Berge Richtung Westen. Anschließend biegt der Weg dann Richtung Norden ab. Von hier aus geht es dann hinab in das Tal des Rio Manzanas. Eine traumhafte Abfahrt mit ca. 400 Höhenmetern.

Unten angekommen hat man die Wahl einen Abstecher in das Örtchen Rio Manzanas zu machen, oder gleich zum Peña Mira aufzusteigen. Ich entschied mich für Ersteres. Zu sehen sind dort die typischen verkleideten Holzbalkone und eine alte Römerbrücke. Dann ging es auf zur Peña Mira. Die erste Strecke führte wunderbar am grünen Fluß entlang. Aber kurz hinter dem Ort Villarino de Manzanas wichen die Bäume schnell einer Einöde aus Gräsern und Disteln. Auf ca. 5km ging es jetzt 700hm nach oben. Die Temperatur lag mittlerweile bei 37 Grad. Der Wind, der mich vorher in der Ebene genervt hatte war jetzt auch irgendwie weg. Also half nur eins: Granny-Gear rein, viel Trinken und an mein leckeres Butterbrot auf dem Gipfel denken. Getreu dem Spruch "aufgeben ist keine Option", oder um ehrlich zu sein "...hier findet dich die nächsten 5 Jahre sowieso keiner..." hab ich's dann bis oben geschafft. Das Brot schmeckte besser als jeder Hummer und die fantastische Aussicht entschädigte für alles.

Nach der Pause ging es dann auf der anderen Seite der Berge hinab in ein Hochtal (La Carballeda). Durch mehrere Dörfer fuhr ich dann bis Cional, einem kleinen Dörfchen direkt an dem wunderschönen Stausee "Embalse de Valparaiso". Hier gibt es am "Dorfstrand" eine Bar, die auch Kleinigkeiten zum Essen hat. Ich hatte vorher schon immer die Fata Morgana von einem dicken Hamburger vor Augen. Als ich aber am der Theke stand, bestellte der Typ neben mir Pinchos Morunos (gegrillte Fleischspießchen). Bei dem Anblick konnte ich nicht wiederstehen. Hab gleich 4 von den Dingern plus Cola bestellt.

Waren echt lecker! So gestählt waren die verbleibenden 50km zurück geradezu ein Kinderspiel. Hab unterwegs an einer Quelle noch einmal meinen Trinkschlauch aufgefüllt. Als 3 Liter Auto bin ich diesmal nicht durchgegangen. Am Ende waren es 6 Liter Wasser (und eine Cola). Aber am Abend schmeckte dann schon wieder das für die Regeneration so unverzichtbare "San Miguel".
Mal sehen wo es morgen hingeht. Heute ist jedenfalls nur etwas Schwimmen angesagt.
—-- Artikel wurde erstellt auf meinem iPhone
Position:Camino de Mellanes,Alcañices,Spanien